Wenn Gertraud Stückler über ihre Arbeit spricht, leuchten ihre Augen. Heute ist die 47-jährige Hausleiterin des SeneCura Sozialzentrums Frantschach-St. Gertraud und trägt Verantwortung für 81 Bewohner:innen, zahlreiche Tagesgäste sowie das betreute Wohnen. Und für ein Team, auf das sie sich verlassen kann.

Ihr Weg dahin begann mit einem Praktikum.

Erste Schritte mit großer Wirkung

Im Oktober 2012 schnupperte Gertraud Stückler zum ersten Mal Pflege-Luft bei ihrem Sozialpraktikum im SeneCura Sozialzentrum Frantschach. Was andere vielleicht als einfachen Einstieg betrachten, war für sie der Beginn eines klaren inneren Kompasses: „Ich habe gespürt, dass ich hier richtig bin. Dass ich etwas bewirken kann – für andere und für mich.“

Nur kurze Zeit später begann sie ihre Ausbildung zur Heimhilfe – und blieb. Es folgten Jahre, in denen sie sich mit außergewöhnlichem Engagement Schritt für Schritt weiterentwickelte: Ausbildung zur Pflegeassistentin und direkt darauf zur Fachsozialbetreuerin. So wurde sie zu einem festen Bestandteil des Tageszentrums – beim Aufbau und der Gestaltung, z.B. die Aktivierung in den Stockwerken.

Vollzeit arbeiten. Nebenbei studieren. Immer wachsen.

Gertraud Stückler wollte mehr wissen, mehr gestalten und mehr Verantwortung übernehmen. Also bildete sie sich weiter – parallel zum Vollzeitjob. Nicht eine, sondern gleich mehrere berufsbegleitende Ausbildungen folgten in kürzester Zeit:

  • Diplom Leadership & HR-Management
  • Diplom Sozialmanagement
  • Zertifizierte Heimleiterin für stationäre Langzeitpflege

Eine beeindruckende Liste. Noch beeindruckender: Sie absolvierte all diese Ausbildungen mit der gleichen Energie und Hingabe, mit der sie sich um ihre Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen kümmert.

Verantwortung, die mit Herz getragen wird

Seit Oktober 2023 ist sie offiziell Hausleiterin. Eine Rolle, die viel Organisation, Überblick und Entscheidungsfreude verlangt – aber auch Menschlichkeit.

„Ich möchte, dass unser Haus ein Ort ist, an dem sich alle wohlfühlen – Bewohner:innen, Angehörige und Mitarbeiter:innen gleichermaßen. Pflege kann nur gelingen, wenn man sie gemeinsam trägt.“

Heute verantwortet sie die fachliche Qualität, die Personalführung, das Budget sowie die Entwicklung des Hauses. Sie kümmert sich um Behörden, Verträge, Reparaturen – aber vor allem um Menschen.

Ein Leitspruch mit Tiefe

Gertraud Stückler ist stolz auf ihr Team. Und sie weiß, dass gute Führung nicht nur auf Fachwissen beruht – sondern auf Vertrauen. Ihr Lieblingsspruch beschreibt das mit einem Augenzwinkern, aber auch mit Tiefgang:

„Arbeit ist wie ein Banküberfall – ohne die richtigen Komplizen geht’s nicht.“

Dahinter steckt: Erfolg ist Teamarbeit. Und gute Pflege ist niemals eine Einzelleistung.

Blick in die Zukunft

Gertraud Stückler denkt weit über den eigenen Alltag hinaus. Ihre Vision?

„Ich wünsche mir, dass es für jeden Menschen, der Pflege braucht, einen Platz gibt – und dass diese Orte nicht nur funktionieren, sondern Lebensqualität bieten. Dafür brauchen wir qualifizierte, gut ausgebildete Pflegekräfte – und den Mut, Pflege als Beruf mit echten Entwicklungschancen zu sehen.“

Ein echtes Vorbild

Gertraud Stückler steht stellvertretend für viele Menschen in der Pflege, die nicht den einfachen Weg gehen – sondern den richtigen. Die sich weiterbilden, Verantwortung übernehmen und mit Herz führen. Ihr Weg zeigt: Pflege ist kein Stillstand. Es ist ein Berufsfeld voller Möglichkeiten, voller Entwicklung – und voller Bedeutung.

Und genau deshalb sind Menschen wie Gertraud Stückler so wertvoll.